Juli-Ausgabe des Fachjournalist als E-Paper erschienen / Titel: Wissen, Infrastruktur und Sozialität in der digitalen Gesellschaft

04.07.2011

Die Juli-Ausgabe des Fachjournalist ist seit heute online – erstmals als animiertes E-Paper. Ebenso alle seit dem Relaunch im Juli 2010 veröffentlichten Ausgaben. Zu finden sind diese über den Menüpunkt „Vergangene Ausgaben“. Der aktuelle Fachjournalist befasst sich schwerpunktmäßig mit dem Thema „Digitale Gesellschaft“.

Für Jürgen Sorg avanciert der Umgang mit den kommunikativen Potenzialen des Internets dabei zum entscheidenden Erfolgsfaktor, Medienkompetenz werde zur wesentlichen Kulturtechnik, auch für Fachjournalisten (S. 18). Die berufliche Professionalität sei neu zu definieren, traditionelle Fachdiskurse sind seiner Meinung nach mit dem Gesellschaftsbetriebssystem Internet nicht mehr kompatibel. So sieht er die Notwendigkeit, Journalismus als Prozess zu begreifen, die sozialen und kommunikativen Chancen des Netzes zu nutzen und mit den partizipierenden Akteuren in einen Dialog zu treten. Letztlich ginge es für den Journalismus und den einzelnen Journalisten darum, einen Mehrwert zu bieten, indem man aggregiere, kuratiere, moderiere und navigiere. Denn an die Seite der vierten Gewalt sei längt eine aktive Netzgemeinde als fünfte Gewalt auf die Bühne getreten, die ihrerseits journalistische Einzelfunktionen bediene.

Dass dieser Weg für Journalisten oft einer „Selbstfindung zwischen Gatekeeping und digitaler Überforderung“ gleichkommt, lesen Sie ab Seite 26.

Dass er aber angesichts von Medienkonvergenz und Angebotsfülle beschritten werden muss, zeigen nicht zuletzt die Ergebnisse einer vom DFJV in Auftrag gegebenen Studie zur Qualität des Journalismus im Internet aus Nutzersicht. Danach weist die Mehrheit der Rezipienten Presse und Rundfunk auch im Internet die Rolle als Gatekeeper und Agendasetter zu. Zukünftig werden sich die traditionellen Medien im Netz noch stärker als Moderator und Navigator beweisen müssen (S. 12)

Wir wünschen Ihnen eine lohnende Lektüre!