Land der Widersprüche: Die Türkei demokratisiert sich und schränkt gleichzeitig die Pressefreiheit ein / Neuer Fachjournalist-Podcast ist online

01.07.2011

Besserer Datenschutz, ausgebaute Rechte für Frauen und Kinder, weniger Macht für die Militärgerichte und mehr fürs Parlament: Die letzte Verfassungsänderung in der Türkei hat viele Verbesserungen gebracht; wie auch verschiedene Reformen im Rahmen des EU-Beitrittsprozesses zuvor. Verschlechtert hat sich in der Türkei aber die Situation der Presse. Die Verfassung schränkt seit jeher die Pressefreiheit ein; in jüngster Zeit kam es außerdem zu einer Verhaftungswelle gegen kritische Journalisten.

Hierüber spricht Leonie Feuerbach mit Cemal Karakas. Karakas ist 1973 in der Türkei geboren und studierte in Deutschland Politikwissenschaft, Volkswirtschaftslehre und Germanistik. Heute ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hessischen Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung und Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Professur für Politikwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Er publiziert unter anderem zum EU-Türkei-Verhältnis und zum politischen Islam in der Türkei.

Aktuell stellt der Ausschuss für Kultur und Medien des Bundestages das Thema Pressefreiheit in den Mittelpunkt eines öffentlichen Fachgesprächs. Dazu hat der Ausschuss am 6. Juli 2011 drei Expertinnen und Experten eingeladen, um über die Gefährdungen der internationalen Pressefreiheit zu diskutieren.

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