April-Ausgabe des Fachjournalist erschienen: Themenüberblick

04.04.2011

Der Schwerpunkt der Aprilausgabe des Fachjournalist ist dem Technikjournalismus gewidmet. Andreas Schümchen und Jennifer Schwanenberg gehen der Frage nach, wie sich dieser zehn Jahre nach dem Start des ersten reinen Technikjournalismusstudiengangs in Deutschland entwickelt hat – das Ergebnis lesen Sie ab Seite 16 im Magazin oder in der kostenlos abrufbaren Onlineausgabe des Fachjournalist.

Ihrer Erkenntnis, dass eine fundierte Berichterstattung über Technik gerade auch aus gesellschaftlicher und ökonomischer Perspektive essenziell ist, schließen sich Christian Preiser und Georg Küffner an. Sie formulieren in ihren Beiträgen Anforderungen an den „idealen Technikjournalisten“ und gewähren uns einen Blick hinter die Kulissen des „Technik und Motor“-Ressorts der F.A.Z.

Mehr Mut zur Fachkompetenz“, so lautet das Plädoyer von Silke Liebig-Braunholz. Denn in einem sind sich die von ihr interviewten Fachjournalisten einig: Fachliche Spezialisierung ist sinnvoll. Eine Position, die der DFJV seit jeher vertritt. Mitnichten ist es jedoch so, dass freie Fachjournalisten überall offene Türen einrennen. Das weit verbreitete Unterhaltungspostulat, die Angst der Publikumspresse, dem Rezipienten zu viel Fachkompetenz zuzumuten, eine Scheu vor allzu kritischen (Anzeigenkunden verprellenden) Beiträgen, eine auf Besitzstandswahrung fußende Sorge vor zu viel „freier“ Kompetenz – alles behindernde Faktoren, die von den Interviewpartnern ins Feld geführt werden. Und dennoch: Es kann „fruchtbarer“ zugehen, wenn Journalisten lernen, sich sach-, zielgruppen- und mediengerecht zu vermarkten und Redaktionen die Chancen einer Profilierung über Fachkompetenz realisieren und zulassen.

Chancen zur Profilierung bietet aktuell auch der sogenannte „Datenjournalismus“ – gerade für Fachjournalisten. Denn einer steigenden Anzahl aufzubereitender Datensätze stehen noch wenige Fachjournalisten gegenüber, die sich auf die systematische Aufbereitung und Nutzung von Daten in journalistischer Form spezialisiert haben. Potenziale, Anforderungen und Best-Practice-Beispiele werden von Ulrike Langer dargelegt.

Zudem erfahren Sie, wie das Projekt „Medien-Doktor“ versucht, ein Bewusstsein für Qualitätsstandards im Medizinjournalismus zu schaffen und wie erfolgreiche Healthcare-Kommunikation aus Agentursicht verstanden wird. Eine Rezension des Praxis-Handbuchs „Blogs, Video & Online-Journalismus“ finden ab Sie auf Seite 32.
 
Wir wünschen Ihnen eine lohnende Lektüre.