Open Access: SPD will Zweitverwertungsrecht für wissenschaftliche Autoren einführen

22.03.2011

Die SPD-Bundestagsfraktion hat einen Entwurf zur Änderung des Urheberrechtsgesetzes im Parlament eingebracht, mit dem ein unabdingbares Zweitverwertungsrecht für wissenschaftliche Beiträge eingeführt werden soll. Eine Novellierung des Urheberrechtes und die Stärkung der wissenschaftlichen Urheber sei erforderlich, damit Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen nicht von der technologischen Entwicklung abgekoppelt werden, sondern sie angemessen nutzen können, so die Fraktion.

Das Gesetz soll wissenschaftliche Autoren, deren Werke im Rahmen einer überwiegend mit öffentlichen Mitteln finanzierten Lehr- und Forschungstätigkeit entstanden sind, in die Lage versetzen, ihre Beiträge unabhängig von Vereinbarungen mit (Fach-)Verlagen frei zu veröffentlichen.

Wissenschaftlichen Autoren fehle es bislang an einer urhebervertraglichen Regelung, die das unabdingbare Recht einräumt, Ergebnisse ihrer Arbeit online zu präsentieren. Auch die "vertragsrechtliche Freiheit der wissenschaftlichen Autoren, das Format und den Ort ihrer wissenschaftlichen Publikationen frei wählen zu können, wird heute durch die faktische Monopol- beziehungsweise Oligopolstellung einzelner Zeitschriften- und Wissenschaftsverlage eingeschränkt", so die Begründung der Sozialdemokraten.

Pressemitteilung der SPD-Bundestagsfraktion

Gesetzentwurf (PDF)