Reporter ohne Grenzen zieht Bilanz 2010: Entführungen von Journalisten nehmen zu
Am 30.12.2010 hat Reporter ohne Grenzen (ROG) eine ausführliche Bilanz der Angriffe auf die Pressefreiheit im Jahr 2010 veröffentlicht. Danach hat die Medienrechtsorganisation vermehrt Fälle von Entführungen von Journalisten beobachtet (2010: 51, 2009: 33). Zudem hat sich die Zahl der körperlichen Übergriffe und Drohungen gegen Journalisten und Blogger in Europa und der GUS-Region im Unterschied zu anderen Weltregionen deutlich erhöht. Einen Anstieg der Gewalt gegen Medienmitarbeiter verzeichnete ROG unter anderem in Ländern mit landesweiten Wahlen wie Aserbaidschan, der Ukraine und Belarus.
Weltweit sind nach Angaben von ROG mindestens 57 Journalisten und ein Medienassistent im Jahr 2010 während ihrer Arbeit oder wegen ihres Berufs getötet worden. Das sind 19 Medienmitarbeiter weniger als im Vorjahr (2009: 76 Journalisten, 1 Medienassistent). Die Zahl der Länder, in denen Medienmitarbeiter ermordet wurden, ist im Vergleich zu 2009 dabei von 20 auf 25 gestiegen.
Die vollständige ROG-Jahresbilanz 2010 können Sie hier abrufen.

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