Internationaler Tag der Pressefreiheit
Bespitzelung und Überwachung, Vorratsdatenspeicherung, Repressionen und Gewalt gegen Journalisten. Rund um den Globus finden sich dunkle Flecken, in denen Reporter und Fotojournalisten der Willkür von autoritären Staaten und Regimen ausgesetzt sind.
Zum Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai verurteilt der DFJV Übergriffe auf Journalisten und die Verletzung von Informations- und Freiheitsrechten in vielen Staaten auf das Schärfste.
Seit dem 1. Dezember 2009 wurden weltweit 136 Journalisten inhaftiert, davon allein 24 in China, 23 im Iran und 22 in Kuba. Mehr als 90 Journalisten wurden im Vorjahr ermordet. In den ersten Monaten 2010 verloren laut Reporter ohne Grenzen (ROG) 9 Journalisten ihr Leben.
Zum Tag der Pressefreiheit veröffentlicht Reporter ohne Grenzen wieder eine Übersicht der weltweit größten "Feinde der Pressefreiheit". Das Verzeichnis listet 40 Politiker, Regierungsvertreter, Milizen, religiös-extremistische Organisationen, Rebellengruppen und kriminelle Vereinigungen, die Journalisten bedrohen, inhaftieren oder ermorden lassen und unabhängige Medien in großem Ausmaß zensieren. Darunter finden sich die Krisengebiete Irak, Afghanistan, Pakistan, Somalia oder Ruanda.
Mit dem Internationalen Tag der Pressefreiheit wird seit 1994 jährlich am 3. Mai auf Verletzungen der Pressefreiheit sowie auf die grundlegende Bedeutung freier Berichterstattung für die Existenz von Demokratien aufmerksam gemacht. Er wurde von der UNESCO initiiert.
Hintergrund der Entstehung des Tages ist die "Erklärung von Windhuk (Delcaration of Windhoek", welche am 3. Mai 1991 auf einem UNO/UNESCO-Seminar zur Förderung einer unabhängigen und pluralistischen Presse in Winhuk (Namibia) verabschiedet wurde. Zentrale Aussage der Erklärung ist, dass freie, pluralistische und unabhängige Medien ein äußerst wichtiges Merkmal demokratischer Gesellschaften sind. Jede Journalistin, jeder Journalist müsse überall auf der Welt das Recht haben, frei und ohne Angst berichten zu können.

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