DFJV beklagt Bilanz über Tötung von Journalisten
02.01.2007
Wie die Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen mitteilt, sind im vergangenen Jahr weltweit 81 Journalisten ums Leben gekommen. Dies ist der höchste Stand seit zwölf Jahren (damals 103 Journalisten). Mindestens 871 Journalisten wurden im vergangenen Jahr festgenommen und 56 entführt. Die Zahl der Angriffe und Bedrohungen war mit 1.400 so hoch wie nie zuvor.
Der Deutsche Fachjournalisten-Verband, der selbst Fördermitglied von Reporter ohne Grenzen ist, sieht diese Zahlen mit großer Sorge und weist nachdrücklich auf die Gefahren von Auslandseinsätzen hin.
Reporter ohne Grenzen beobachtet und dokumentiert kontinuierlich die Situation der Medienfreiheit in über 150 Ländern. Zudem setzt sich „ROG“ für verhaftete und verfolgte Journalisten ein, indem die internationale Öffentlichkeit informiert und mobilisiert wird. Die betroffenen Journalisten unterstützt die Vereinigung vor Ort durch Rechtsanwälte und humanitäre Hilfe. Reporter ohne Grenzen wurde 1985 im südfranzösischen Montpellier von einer Handvoll Journalisten gegründet und ist heute eine weltweit agierende Menschenrechtsorganisation. Ein Netzwerk aus über 100 Korrespondenten, fünf Geschäftsstellen und neun Sektionen setzt sich rund um den Globus für Meinungs- und Pressefreiheit ein. Hauptsitz der Vereinigung ist Paris. Die deutsche Sektion ist seit 1994 von Berlin aus tätig.

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