Petiton von Reporter ohne Grenzen: "Gerechtigkeit für Anna Politkowskaja"

20.11.2006

23.10.2006

Wir alle waren und sind geschockt vom Mord an Anna Politkowskaja. Ihre Berichte über den Machtmissbrauch von Putins Behörden und gegen den „dreckigen Krieg“ in Tschetschenien haben sie sowohl in Russland als auch im Westen zu einem Symbol des demokratischen Gewissens gemacht.

Wir fordern, dass eine internationale Untersuchungskommission – etwa unter der Leitung der Vereinten Nationen oder des Europarates – eingesetzt wird, um den Mord an Anna Politkowskaya vom 7. Oktober 2006 in Moskau aufzuklären.

Seit Putins Amtsantritt im März 2000 über 20 Journalistinnen und Journalisten in Russland ermordet worden. So gut wie keines dieser Verbrechen wurde bisher aufgeklärt.

Anna Politkowskaja war eine der Wenigen, die seit 1999 Tschetschenien kontinuierlich zum Thema gemacht hat. Für ihre Arbeit erhielt sie viele internationale Auszeichnungen. Mit ihrer Ermordung hat in Russland eine neue Ära des Schreckens begonnen.

Trotz der scharfen Reaktionen der internationalen Gemeinschaft auf den Mord wissen wir, dass eine Tragödie wie diese viel zu schnell vergessen wird, denn andere schreckliche Ereignisse lösen sie ab. Doch wir dürfen Anna nicht vergessen und fordern Gerechtigkeit für sie.

Unterstützen Sie uns, indem Sie die Petition für eine internationale Untersuchungskommission unterschreiben:

„Gerechtigkeit für Anna Politkowskaja“

Wir fordern die Einrichtung einer internationalen Untersuchungskommission, um die Wahrheit über den Mord an Anna Politkowskaja am 7. Oktober 2006 in Moskau ans Licht zu bringen.
Wir fordern Gerechtigkeit durch eine Untersuchung, die mit größter Transparenz durchgeführt wird.
Wir fordern ein Ende der Straflosigkeit für die Mörder von Journalistinnen und Journalisten in Russland.

Bitte unterzeichnen Sie hier:
http://www.reporter-ohne-grenzen.de/kampagne-politkowskaja/petition.html