Allensbacher Markt und Werbeträgeranalyse 2012 (AWA)

06.07.2012

Die Gesamtreichweite deutscher Zeitschriften ist in 2012 um 1,5 Prozentpunkte gesunken, so lautet ein Ergebnis der gestern veröffentlichten Allensbacher Markt und Werbeträgeranalyse 2012 (AWA).  Die Studie wird jährlich vom Institut für Demoskopie Allensbach (IfD) durchgeführt. Für die aktuelle Erhebung hat man rund 27.000 Interviews mit einem repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung geführt.

Obwohl es im vergangenen Jahr erstmals nach vier Jahren einen Anstieg um 0,7 Prozent bei der Gesamtreichweite aller erhobenen Titel gegeben hatte, hält man bei der AWA trotz der aktuellen Zahlen an der These einer Stabilisierung der Printnutzung fest. Vor allem auch deshalb, weil PC- und Computerspieletitel, Programmpresse, Kundenmagazine und wöchentliche Frauenzeitschriften für fast zwei Drittel des bilanzierten Rückgangs verantwortlich sind.

So haben die meisten Zeitschriften gewonnen oder sind in der Reichweite stabil geblieben. Bei einem Vergleich von AWA 2011 und AWA 2012 haben von insgesamt 242 erfassten Publikumszeitschriften, Supplements und Kundenmagazinen 56 zugelegt, 90 liegen auf Vorjahresniveau, 96 Titel mussten Reichweiteneinbußen hinnehmen.

Leserzuwächse verzeichnen u.a. die Stadtillustrierten, Musikzeitschriften, Wohn- und Architekturmagazine sowie monatliche Frauenzeitschriften und Special-Interest-Magazine zum Thema Sport.

Erfolgreichster Titel ist nach wie vor die Zeitschrift „Landlust“. Die zweimonatlich erscheinende Publikation erreicht fast drei Millionen Leser pro Ausgabe, rund 800.000 mehr als noch in 2011.

Insgesamt betrachtet verlaufe der Wandel hin zu digitalen Medien langsamer als noch vor einigen Jahren, so die Medienforscher des IfD Allensbach.

Ausgewählte Ergebnisse der AWA 2012 mit Schaubildern finden Sie hier.